Die E-Rechnung ist da!

Seit dem 1. April 2020 wird die E-Rechnung in Brandenburg schrittweise im öffentlichen Auftragswesen eingeführt.

E-Rechnung in der Oberschwelle

Im Oberschwellenbereich sind der Empfang und die Verarbeitung elektronischer Rechnungen seit dem 1. April 2020 für alle (öffentlichen) Auftraggeber im Land Brandenburg verpflichtend. Die aktuellen, seit 1. Januar 2020 geltenden EU-Schwellenwerte wurden vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) am 28. November 2019 im Amtsblatt bekannt gemacht.

E-Rechnung in der Unterschwelle

Im Unterschwellenbereich stellt die Landesverwaltung seit dem 1. April 2020 den Empfang und die Verarbeitung elektronischer Rechnungen sicher.

Für öffentliche Auftraggeber der unmittelbaren Landesverwaltung gilt die Verpflichtung zum Empfang und Verarbeitung elektronischer Rechnungen auch im Unterschwellenbereich seit dem 1. April 2020.

Für alle anderen öffentlichen Auftraggeber der mittelbaren Landesverwaltung (insbesondere die Kommunen) ist die Nutzung vorerst freiwillig. Für diese gilt die Verpflichtung nach § 9 ERechV Bbg erst ab dem 1. Januar 2025.

Weitere Hinweise

Für eine korrekte Adressierung elektronischer Rechnungen benötigen die Rechnungsausstellenden die elektronische Adresse der Rechnungsempfangenden. Diese sogenannte Leitweg-Identifikationsnummer (Leitweg-ID) wird zentral vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (AfS) vergeben. Betroffene Stellen sollten bis Ende Januar 2020 ihre Leitweg-ID vom AfS erhalten haben.

Spätestens mit der Auftragserteilung sollte der Auftraggeber künftigen Auftragnehmern seine Leitweg-ID mitteilen.

Detaillierte Informationen zu den rechtlichen Grundlagen und zur technischen Umsetzung im Land Brandenburg, finden Sie auf der Webseite des Ministeriums der Finanzen und für Europa. Hier finden Sie auch die Kontaktdaten der Projektleitung.

Weiterführende Informationen zum Rechnungsempfang finden Sie auch im Intranet der Verwaltungen des Landes Brandenburg (bb-intern - Zugang ausschließlich für Zugangsberechtigte zum Landesverwaltungsnetz)

Übergangslösung aufgrund der Corona-Krise

Da aufgrund der Corona-Krise vorerst noch keine Weiterverarbeitung der E-Rechnung innerhalb von EL.ZA ermöglicht werden kann, ist nach Ziffer 3.1.1 des Erlasses folgende Übergangslösung zugelassen:

Mit der eingegangenen E-Rechnung wird eine visualisierte Darstellung (HTML) mitgeliefert, die ausgedruckt werden kann. Dieser Papierausdruck kann als Hilfsmittel für die weitere Bearbeitung genutzt werden. Das Original ist und bleibt allerdings der XML-Datensatz, der zwingend entsprechend Nummer 6 der Anlage 32a zu VV Nr.6 zu den §§ 70 bis 72 und 75 bis 80 LHO (revisionssicher) aufzubewahren ist.

Die Auszahlungsanordnung wird wie bisher behandelt (Ausdruck und Zeichnung) und anschließend mit dem Papierausdruck, der als Hilfsmittel genutzt wird, gemeinsam in einer sogenannten Hybridakte aufbewahrt.

Zur Vervollständigung der elektronischen Akte wird empfohlen, die ausgedruckte und gezeichnete Auszahlungsanordnung einzuscannen und in elektronischer Form in den EL.ZA-Geschäftsgang zu übernehmen.

 

Letzte Aktualisierung: 17.02.2021