Neue geringfügig erhöhte EU-Schwellenwerte ab 1. Januar 2022

Die EU-Schwellenwerte werden regelmäßig angepasst. Am 11. November 2021 wurden die ab 1. Januar 2022 geltenden Schwellenwerte im Amtsblatt der EU (ABl. L 398 vom 11.11.2021) veröffentlicht.

Ab dem 1. Januar 2022 geltenden die folgenden Schwellenwerte:

Bauaufträge:

5 382 000 Euro

Liefer-und Dienstleistungsaufträge:

    215 000 Euro

Konzessionsvergabe:

5 382 000 Euro

 

Im Sektorenbereich und Bereich von Verteidigung und Sicherheit liegen die Schwellenwerte abweichend davon für Liefer- und Dienstleistungsaufträge künftig bei 431 000 Euro.

Die EU-Schwellenwerte basieren auf den Schwellenwerten des General Procurement Agreement (GPA). Diese Schwellenwerte werden in einer künstlich vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geschaffenen Währungseinheit, den sogenannten Sonderziehungsrechten, ausgedrückt. Durch die ständigen Kursveränderungen zum Euro, müssen die EU-Schwellenwerte alle zwei Jahre an die Sonderziehungsrechte angepasst werden.

Die Schwellenwerte für soziale und andere besondere Dienstleistungen von 750.000 Euro (§ 130 GWB) bzw. von 1 Mio. Euro (§ 142 GWB - Sektorenbereich) bleiben mangels Bezug zum GPA unverändert.

Die neuen EU-Schwellenwerte sind schon jetzt für die Auftragswertschätzung zu beachten, soweit die Auftragsbekanntmachung nach dem 31. Dezember 2021 abgesendet oder das Vergabeverfahren danach auf sonstige Weise eingeleitet wird (§ 3 Abs. 3 VgV).

 

Letzte Aktualisierung: 16.11.2021